Auswärtsspiel beim Harburger TB

Gegen den HTB hätten wir gern gewonnen, denn damit hätten wir unsere Verfolger aus Oststeinbek und von Paloma und natürlich auch die aus Harburg erstmal auf Abstand halten können. Dass es am Ende anders kam, hatte vielfältige Ursachen. Dieses Spiel hatte vieles, was ein gutes Fußballspiel ausmacht und fast alles, was ein Fußballspiel gar nicht gebrauchen kann. Auf beiden Seiten der Auslinie. Aber am Entscheidensten für den Ausgang waren wohl die beiden Gegentore 😉

Mit ein paar Tagen Abstand kommt einem die Partie mit all ihrem Drum und Dran wie ein böser Traum vor, doch schon während des Spiels gab es reichlich surreale Momente. Solche Tage gibt es wohl – sie sind gemacht, um Lehren daraus zu ziehen und sie dann möglichst schnell zu vergessen.

Die nächsten Aufgaben warten im Juni. Erst Oststeinbek, dann Kummerfeld. Wir werden sie besser angehen. Darauf kann sich die Konkurrenz verlassen.

 

Punktspiel gegen St. Pauli

War unser letztes Aufeinandertreffen auch erst fünf Tage her, so waren die Vorzeichen diesmal komplett andere: Am Dienstag im Pokal steckte unseren Jungs noch das schwere und zudem über alle Maßen lange Spiel gegen Paloma in den Knochen und nun waren es die Paulianer, die nur einen Tag zuvor gegen andere Leistungszentren im Immenbecker Supercup antreten mussten und dementsprechend vorbelastet waren.

So übernahm auch von Beginn an der Niendorfer TSV das Heft des Handelns. Bereits in der ersten Hälfte erspielten sich unsere Jungs mindestens zwei hochkarätige Torchancen, die sie jedoch nicht zu nutzen wussten. Auch gleich zweimal kam es im Strafraum der Paulianer zu klarem Handspiel, das jedoch nicht geahndet wurde.

Dies schien auch den Himmel zu erzürnen, denn während die Partie noch bei Sonnenschein angepfiffen worden war, hagelte es inzwischen heftig. Doch Tore bleiben bis zur Halbzeit Fehlanzeige.

Die zweite Hälfte wurde von unseren Jungs genauso überlegen geführt wie die erste – nur belohnen konnten sie sich für ihren großen Aufwand nicht.  Das hochverdiente Tor wollte einfach nicht fallen. Die Paulianer liefen unterdessen auf der sprichwörtlich letzten Rille und ließen sogar ihren zweiten Torwart als Stürmer auflaufen.

Auch in dieser Hälfte blieb eine elfmeterwürdige Szene ungeahndet und wieder ließen wir zum Teil große Chancen ungenutzt.

Am Ende blieb es daher bei einem torlosen Unentschieden. Für Pauli sicher ein gewonnener Punkt. Für uns leider zwei verlorene. Dank des Patzers von Paloma (1:2 Niederlage beim SC VM) bleiben wir jedoch Tabellenzweiter vor Pauli und – neu! – Oststeinbek und haben damit den Aufstieg weiterhin in den eigenen Händen.

Nächste Woche geht es für uns nach Harburg – es wird also nicht langweilig.

Hier die Highlights des Spiels im Video-Zusammenschnitt:

 

Pokalspiel gegen St. Pauli

Bereits knapp zwei Tage nach dem kräftezehrenden Punktspiel gegen den USC Paloma mit einer Länge von knapp 90 Spielminuten mussten unsere Jungs auswärts gegen das Leistungszentrum von St. Pauli antreten.

Unser Team hatte aus der Partie gegen den USC seine Lehren gezogen und begann wach und konzentriert. Die Anfangsphase gehörte den Niendorfern und fand überwiegend in der Hälfte der Heimmannschaft statt. Aber nach acht Minuten führte dann doch eine Reihe von Unkonzentriertheiten unserer Hintermannschaft zum 1:0, das den bisherigen Spielverlauf auf den Kopf stellte.

Und wenn man einmal kein Glück hat, kommt mitunter auch noch Pech dazu: Nach einer Ecke nur vier Minuten später mussten wir den nächsten Gegentreffer hinnehmen. Von nun an kämpfte unser Team und Marcel erzielte fünf Minuten vor der Halbzeit den verdienten Anschlusstreffer. Aber bereits zu diesem Zeitpunkt war zu erkennen, dass die Partie vom Wochenende den Jungs noch mächtig in den Knochen steckte. Wille und Einsatz waren vorbildlich, aber es fehlte immer wieder an Kraft und Konzentration. Das Spiel war nicht schön anzusehen, viele hohe Bälle von beiden Seiten ließen kaum Spielfluss aufkommen. Einer der St. Pauli-Trainer sprach nach der Partie von einem Ping-Pong-Spiel.

Dennoch konnten wir das Spiel auch in der zweiten Hälfte weiter offen gestalten und hatten auch gute Möglichkeiten zum Ausgleich. Auch Pauli hätte auf 3:1 erhöhen können, was Keeper Leon jedoch mit einer Glanztat verhinderte.

Unser Team gab alles, doch am Ende reichte es leider nicht – wir mussten uns knapp mit 2:1 geschlagen geben und schieden so aus dem Pokalwettbewerb aus. Unserem Gegner gratulieren wir zum Weiterkommen und wünschen ihm für den weiteren Pokal alles Gute. Unseren Jungs gratulieren wir zu einem beherzten Pokalfight, der für viele bis an die Grenzen der Kräfte, für einige sogar darüber hinaus ging.

Am Wochenende erhalten unsere Jungs auf heimischem Platz bereits die Möglichkeit einer Revanche, dann in der Oberliga, wo unsere Mannschaft bisher ungeschlagen den zweiten Platz vor St. Pauli einnimmt. Bis dahin werden sie ordentlich auftanken. Es wird sicher wieder spannend.

Punktspiel beim USC Paloma

In diesem Spiel ging es um eine kleine Vorentscheidung um Platz zwei in der Oberliga. Bei einem Paloma-Sieg oder Unentschieden würde der USC vor unseren Jungs bleiben und sich damit als Aufstiegsanwärter die besten Chancen ausrechnen dürfen. Also war klar, warum wir an den Osterbek-Kanal reisten.

Das Spiel begann mit einiger Verspätung, weil zunächst das Vorspiel länger als geplant dauerte und anschließend für unsere Jungs noch Leibchen besorgt werden mussten. Hier zeigte sich, dass die Wahl unserer Trikotfarben mit Weiß und Hellblau zwar modischen Sachverstand auf  Weltniveau  erkennen lässt, aber leider die banale Frage des Kontrasts nicht hinreichend berücksichtigte 😉

Das Spiel begann ohne langes Abtasten und Paloma spielte zu Beginn furios auf, so dass wir es zwei Glanzparaden von Can verdankten, dass wir nicht in Rückstand gerieten. Doch nach etwa zehn Minuten war die Strum- und Drangphase des USC vorüber und unsere Jungs konnten wie gewohnt ihr Spiel mit hohem Ballbesitz-Anteil aufziehen. Fortan kamen wir immer wieder zu Torchancen und schließlich wurde Sandjar in der 26. Minute im Strafraum gefoult. Und Sandjar beschloss, die Sache selbst zu Ende zu bringen und brachte den Elfer zum 1:0 für Niendorf ins Netz. Die genaue Abfolge der Spieldetails kann man minutengenau im Liveticker nachlesen, so dass ich mich hier auf die wesentlichen Punkte konzentrieren kann. Bis zur Halbzeit, die der Schiri nach 41 Minuten, also 6 Minuten Nachspielzeit, beendete, passierte nichts mehr.

Nach der Halbzeit erhöhte Paloma noch einmal kurzzeitig den Druck, doch in der 51. Minute war es wieder Sandjar, der seine überragende Leistung mit dem 0:2 krönte.

Die Krönung an Spielzeit erlebte das staunende Publikum indes, als der Schiri die zweite Halbzeit erst nach handgestoppten 48 Minuten und 4 Sekunden abpfiff, so dass zu den sechs Minuten aus der ersten Hälfte weitere 13 Minuten Nachspielzeit hinzukamen.  Auf 90 Minuten umgerechnet wären das knapp 17 Minuten Nachspielzeit nur in der zweiten Hälfte …

Wegen der wahnsinnig hohen Geschwindigkeiten auf dem Spielfeld kam es zum Phänomen der Zeitdilatation für Beobachter außerhalb des Platzes.
Wegen der wahnsinnig hohen Geschwindigkeiten auf dem Spielfeld kam es (wie von Einstein vorhergesagt) zum Phänomen der Zeitdilatation für Beobachter außerhalb des Platzes.

Unsere Mannschaft ließ sich davon jedoch nicht irritieren, auch konditionell nicht. Sie spielten die Partie souverän zu Ende und hatten noch einige hochkarätige Torchancen. Nun wartet gleich zweimal St. Pauli – am Dienstag im Pokal und am Wochenende in der Liga.

Hier noch einige Video-Impressionen – ungeschnitten.

Die Begegnung im Live-Ticker.
Die Begegnung im Live-Ticker.

Pokalspiel beim TSV Buchholz 08

Auf dem Papier war der Ausgang dieses Spiels leicht vorhersehbar, denn immerhin spielt unser Team inzwischen eine Liga über den Buchholzern. Doch unser Trainer musste in diesem Pokalspiel gleich auf fünf seiner Spieler verzichten und spätestens seit der Saisoneröffnung gegen Vorwärts Wacker wissen wir, dass Vorhersagen auf dem Papier mitunter nicht einmal ebendieses wert sind.

Im Gegensatz zum „Rasen“ war das Wetter an diesem Tag hervorragend und so landete der Ball auch bereits nach wenigen Sekunden im Netz der Buchholzer, doch leider war es Abseits.

Aber nur wenige Minuten später traf Nikola zum verdienten 0:1. Niendorf bestimmte das Spiel von Beginn an, Buchholz fand eigentlich gar nicht statt. Wir erspielten uns einigen gute Chancen, doch es dauerte bis zur 25. Minute, als Quint mit einem sehenswerten satten Schuss von der Strafraumgrenze das 0:2 erzielte.

Als dann kurz vor der Pause Tom im Strafraum von den Beinen geholt wurde, pfiff der Schiri zwar, aber verlegte den Freistoß mal eben raus aus dem Strafraum. Aber man muss den Mann in Schutz nehmen: Von seiner Position aus dem Mittelkreis war das auch nicht einfach zu erkennen 😉

Nikola ließ sich aber nicht beirren, schnappte sich den Ball und brachte ihn dann eben von der Strafraumkante zum 0:3 Halbzeitstand im Netz unter.

Nach der Halbzeit ging es munter weiter: In der 36., 40. und 52. Minute traf jeweils wieder Nikola -Gratulation zu einem lupenreinen Hattrick und zu sagenhaften fünf Treffern in einem Spiel!

Am Ende war es unser Torwart Leon, der ein paar Minuten Spielzeit als Stürmer erhielt und es mit dem 0:7 Endstand dankte.

Nun wartet der FC St. Pauli in der nächsten Pokalrunde auf uns.

Da meine Kamera leider zurzeit in New York fotografiert, gibt es leider keine Bilder, aber zumindest die Grafik des Spielverlaufs – für Nikola. Zum Einrahmen!

Gleich fünfmal traf Nikola - Glückwunsch zum lupenreinen Hattrick!
Gleich fünfmal traf Nikola – Glückwunsch zum lupenreinen Hattrick!