Es läuft auch in der Halle

Am vergangenen Samstag, dem 17.10.2015 spielten unsere Jungs in Jenfeld ihre erste Futsalrunde. Wir hatten 4 Spiele a 15 Minuten in denen schneller Kombinationsfußball (mit mehreren gekonnten Tunnlern und Zidane Tricks) gezeigt wurde.

Unsere Mannschaft bewies Siegeswillen und gewann alle Spiele.  Besonders  beeindruckend war das 2:1 gegen den Oberliga 6. Condor 1C und zum Abschluß der 1:0 Sieg gegen den Tabellenführer der Oberliga, Eimsbüttel 1C.

Sie wurden  Gruppensieger mit 19:1 Toren und haben sich für die 1. Zwischenrunde qualifiziert, die am 20.12. ausgetragen wird

 

6. Spieltag: Heimspiel gegen den Tabellenführer HSV

Wenn am sechsten Spieltag zwei Mannschaften aufeinander treffen, die bisher nicht einen einzigen Punkt abgeben mussten, kann man zu Recht von einem wahren Spitzenspiel sprechen. Zwischen unseren Niendorfern und dem HSV ging es an diesem 10.10.15 also nicht nur ums Prestige, sondern auch um die Tabellenführung. Der HSV brachte einen gehörigen Vorsprung in der Tordifferenz mit – 20 Tore mehr als wir hatten die „Rothosen“ geschossen. Mit einem Unentschieden wäre also nur dem HSV geholfen. Aber unsere Jungs waren heiß und warum sollte uns kein Sieg gelingen?
Bei sonnigem Herbstwetter strömten die Zuschauer nur so in die Bondenwald-Arena. Die Mannschaft von Viktoria hatte bereits am Mittag 5:0 in Norderstedt gewonnen und war, wie auch die Truppe von Oststeinbek, komplett angereist. Dazu auch viele Spieler anderer Mannschaftenn mit ihren Eltern. Und natürlich waren auch die Eltern der beiden spielenden Mannschaften, häufig mit Freunden und Verwandten gekommen. In der Südkurve, ganz oben auf den Rängen begrüßten die „NTSV-Ultras“ unsere Jungs mit einer bühnenreifen Performance, so dass bereits beim Einlaufen Gänsehaut-Feeling angesagt war, als blaue und weiße Nebelschwaden über den Rasen wehten.

Zu diesem Spiel hatten sich auch die Video-Profis von Elbkick-TV angekündigt, so dass dieses Spitzenspiel auch die angemessene mediale Aufmerksamkeit bekam. Unten findet Ihr deren Zusammenfassung.

Aber für alle, die es etwas ausführlicher mögen, hier das komplette Spiel noch einmal zum Mitfiebern:
Mit leichter Verspätung wurde dann das Spiel endlich gegen 16.05 Uhr vom sehr guten Schiri Rainer Kühl und seinen Assistenten Nils Henning und Moritz Kühl angepfiffen. Beide Mannschaften begannen mit Volldampf und offenem Visier. Da gab es kein Abtasten oder taktisches Ballgeschiebe. Hier wollte jeder gewinnen, das war von der ersten Minute an spürbar. In der Anfangsphase gab es leichte Vorteile für den HSV, doch den ersten Torschuss konnte Sandjar nach knapp acht Minuten absetzen, der jedoch noch abgefälscht wurde und das Tor verfehlte. Der HSV kam nach einer knappen Viertelstunde zu seiner ersten Torchance, doch der Ball traf nur die Latte – Glück für Niendorf. Auch der Nachschuss blieb folgenlos. In beiden Situation war unser Towart Can jedoch hellwach und vermutlich wäre er bei besser platzierten Schüssen auch zur Stelle gewesen. Insgesamt blieben Torchancen jedoch Mangelware, da beide Teams hochkonzentriert und mit dem nötigen Nachdruck verteidigten. Unsere Niendorfer fanden immer besser ins Spiel und hatten mehr Ballbesitz. Der HSV kam noch ein paarmal gefährlich vor unser Tor – jedoch immer aus dem Abseits. Kurz vor Ende der Halbzeit hatte Tom auf Seiten der Niendorfer aus spitzem Winkel noch eine Möglichkeit, doch der Ball wurde gehalten. So blieb es zur Halbzeit bei einem leistungsgerechten torlosen Unentschieden. Auffallend war jedoch, dass der HSV häufig zu Fouls griff, um den Niendorfer Spielaufbau zu unterbinden, doch leider konnten wir aus den zahlreichen Freistößen keine Torchancen kreieren.


In der zweiten Halbzeit bot sich zunächst das gleiche Bild: Der HSV lief ins Abseits und Niendorf kämpfte um jeden Ball. Aber nach etwa sechs Minuten war es dann so weit: Nach einem Einwurf in Strafraumhöhe auf der rechten Seite bekommt Sandj den Ball geht ein paar Schritte Richtung Grundlinie und bringt den Ball dann von der 5-Meter-Raum-Grenze in den Rücken der Abwehr auf den zweiten Pfosten. Und dort startet Tom in Ball, steigt aus dem Lauf unbedrängt hoch zum Kopfball und köpft die Kugel unhaltbar ins Netz. Es steht 1:0 für unsere Jungs! Und noch sooo lange zu spielen.
Für den Torjubel hatten sich unsere Jungs übrigens etwas Besonderes ausgedacht: Unser Trainer Mo war in dieser Woche zum ersten Mal Vater geworden und daher präsentierten ihm die Jungs die „Babywiege“ – und wieder Gänsehaut!
Wenn der HSV sich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht unter Druck gesehen hatte – nun war es höchste Zeit umzudenken, denn bis auf den Lattentreffer nach einer Viertelstunde hatten die Jungs in den roten Hosen wenig vorzuweisen. Und dann erhielten sie auch noch eine 5-Minuten-Zeitstrafe. Dennoch: Der HSV erhöhte die Schlagzahl und war nun auch öfter im Niendorfer Starfraum zu Gast. Nach einer Viertelstunde kam dann Keenon für Leon, der heute ausnahmsweise nicht die Torhüterposition, sondern die des Stürmers besetzte. Der HSV kam jetzt zu gefährlichen Torchancen, doch Can in unserem Kasten machte seine Sache einfach großartig und war präsent wie nie! Aber auch wir hätten noch ein Tor nachlegen können, als Sandj im Strafraum überraschend frei zum Schuss kam, aber verzog. Das Spiel ging rauf und runter. Wir erhielten Freistöße, der HSV lief immer wieder knapp ins Abseits. Und wenn es doch einmal kein Abseits war, dann war Can da. Auch als Hanni eine Rückgabe über den Senkel rutschte und sich gefährlich unter die Latte zu senken drohte, griff Can beherzt zu und auch der Schiri war sich sicher, dass dies kein unerlaubter Rückpass war. Dann wieder der HSV über rechts – Außennetz! Kurz darauf wieder Freistoß von rechts höhe 5-Meter-Linie für uns, doch in weiter Ferne, im Mittelkreis tut sich auch etwas. Jerres Gegenspieler kann die Hände nicht von ihm lassen, und teilt versteckt aus. Doch nicht versteckt genug für den Linienrichter – es gibt die nächste Zeitstrafe für den HSV. Schließlich bricht ein Stürmer des HSV durch, auch wenn Hanni noch alles versucht, ihn zu stören, doch dann ist wieder Can da und vereitelt die Chance.
Dann steckt nur wenige Minuten vor dem Ende Keenon aus zentraler Position den Ball zu Jerre durch und dieser wird an der Strafraumgrenze zu Fall gebracht: Freistoß! Mo schnappt sich den Ball. Er hatte ja erst letzte Woche den Ball aus ähnlicher Situation an den Innenpfosten genagelt. Er schießt und dann schnellt ein Arm aus der Mauer nach oben und wehrt den Ball ab. Das kann nur eins heißen: Elfmeter! Unsere bisherigen Elfmeter benötigten alle einen Nachschuss, um im Tor zu landen. Möge Lulu es heute besser machen! Der Elfmeter ist gut, vielleicht ein wenig zu flach, jedenfalls nicht gut genug. Der HSV-Keeper hält den Ball – es heißt weiter zittern. Mittlerweile sind 39 Minuten in der zweiten Halbzeit gespielt, doch der Schiri macht keine Anstalten, die Partie zu beenden. Hat er vergessen, dass wir nur 35 und nicht 45 Minuten spielen? Und dann passiert es: Sandj und Jason vom HSV gehen zum Kopfball und knallen mit den Köpfen zusammen. Beide bleiben liegen und ohne zu zögern sprinten die beiden Trainer auf’s Feld. Da war Schlimmes passiert. Nach etwa einer Minute hilft Mo Sandj auf die Beine – er ist immer noch ganz wackelig, aber er steht. Jason liegt noch immer auf dem Rasen. Ärzte aus dem Publikum eilen herbei, doch dann kommt auch Jason wieder auf die Beine. Am Ende mussten beide doch noch mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus, auch wenn sie zum Glück nicht ernsthaft verletzt sind. Wir wünschen beiden gute Besserung!

Warum der Schiri die Partie nach dieser minutenlangen Unterbrechung überhaupt noch einmal anpfeift, bleibt ein wenig unverständlich – die reguläre Spielzeit war längst abgelaufen und vorher hatte es ja keine nennenswerten Unterbrechungen gegeben. Nun wird auch noch Tom abgeräumt – die Kids scheinen mit ihren Kräften am Ende, die Konzentration lässt nach und dann passieren unnötige Fouls. Aber irgendwann hat auch der Schiri ein Einsehen und pfeift nach über 45 Minuten ab. Unsere Jungs besiegen den HSV verdient mit 1:0 und holen sich die Tabellenführung!

Das war ganz großer Sport, Jungs! Ihr habt uns alle begeistert! Danke – an die Mannschaft, auch an die, die heute nicht auf dem Platz stehen durften und natürlich an’s Trainerteam. Ihr könnt stolz sein auf Euch!



Für die Eiligen und Ungeduldigen gibt es hier das Tor zum Immerwiederangucken!


Hier die Zusammenfassung von Elbkick-TV:

Und hier die Stimmen zum Spiel:

Jubelstimmung

Und Bilder vom Spiel gibt es hier: https://sharegallery.strato.com/u/BSthqmIS/0IBUQDne#u14-ntsv-hsv/photos/fluid

5. Spieltag Landesliga: Auswärtsspiel gegen Oststeinbek

Spiele gegen Oststeinbek waren in der Vergangenheit selten Fußballfeste. Entsprechend gering waren die Erwartungen an die Ästhetik des Spiels. Aber wir waren angereist, drei Punkte mitzunehmen, daran wollten die Jungs keine Zweifel aufkommen lassen.

Unsere Erwartungen wurden nicht enttäuscht: Die gegnerische Seite versuchte, durch übertriebene Härte unseren Jungs den Schneid abzukaufen, doch die spielten einfach Fußball, so gut das eben geht, wenn man dir immer wieder die Beine wegholzt.

Wieder einmal war es Sandj, der nach einem prima Lauf über die rechte Seite den Ball ins Netz setzte. Da waren gerade einmal sechs Minuten gespielt. Und Niendorf spielte weiter. Oststeinbek hatte bis auf viele, viele Fouls und Beleidigungen und sonstiges Gezeter nichts entgegenzusetzen. Doch der Schiedsrichter wollte dem keinen Einhalt gebieten – die Karten blieben stecken.

So passierte das, was immer passiert, wenn man Regelverstöße ungeahndet lässt. Oststeinbek stieg noch härter ein. Zweimal hätte es mindestens Gelb, wenn nicht gar Rot geben müssen – so zum Beispiel als Tom bereits einen knappen Meter neben der Auslinie (der Ball in unerreichbarer Ferne und ebenfalls längst im Aus) von hinten die Beine weggetreten wurden. So lange derartige wirklich gesundheitsgefährdende Aktionen von den Schiedsrichtern nicht geahndet werden und statt dessen ein freundliches „Dudu“ erteilt wird, muss sich der DFB nicht wundern, dass der Schiri den Unmut der Elternschaft auf sich zieht. Hier sollte die vorrangige Aufgabe des Schiris sein, die Gesundheit der Spieler zu schützen. Um es klar zu sagen: Es soll nicht der Eindruck erweckt werden, der Schiri hätte Fouls nicht gepfiffen. Er hätte sie jedoch nachhaltig unterbinden können bzw. müssen, indem er die eine oder andere Karte gezeigt hätte.

Zurück zum „Spiel“: Niendorf erspielte sich Chancen für ein halbes Dutzend Tore, doch Keenon, Tom, Hanni, Sandj, Mo und Lulu hatten heute kein Glück – sogar Mos Freistoß knallte an den Innenpfosten und prallte dann hinter dem Torwart ab.

Am Ende hieß es hochverdient 0:1 für Niendorf. Doch selbst nach dem Abpfiff wurden unsere Spieler noch beleidigt, ja sogar geschlagen, so dass Eltern sich genötigt sahen, auf den Platz zu laufen, um die Kinder vor den Angriffen der Oststeinbeker zu schützen. Sportsgeist – Fehlanzeige! Einfach beschämend!

Nun freuen wir uns jedoch über fünf Siege nach fünf Spielen und blicken mit einem Kribbeln im Bauch auf das Spitzenspiel der kommenden Wochen, wo der ebenfalls ohne Punktverlust anreisende Spitzenreiter HSV an den Bondenwald kommen wird.

Mal sehen, was geht – unsere Jungs sind heiß!

Ralf Vorkastner

Alle Aussagen spiegeln lediglich die Meinung des Autors wieder. Sie sind kein Statement der Mannschaft, des Trainerteams oder des Vereins.