Pokal-Halbfinale bei Eintracht Norderstedt

Auf dem Papier war diese Partie reine Formsache. Regionalligist schlägt Landesligist Ober- bzw. Verbandsligist und fertig. Aber Fußball wird bekanntlich auf Rasen und nicht auf Papier gespielt.

Unser letztes Pflichtspiel gegen die Eintracht stand unter ähnlichen Vorzeichen. Wir waren 2015 bereits aufgestiegen, führten die Staffel sogar vor dem HSV an und Norderstedt war weit abgeschlagen. Damals verloren wir auf eigenem Platz 0:1 und verspielten am darauf folgenden Wochenende gegen den Tabellenletzten aus Lurup sogar noch die Staffelmeisterschaft.

Nun also Pokal-Halbfinale. Erst vier Tage war es her, dass wir trotz einiger klassenreisen- und verletzungsbedingter Ausfälle beim Tabellenzweiten der Regionalliga, der Eintracht aus Braunschweig souverän mit 1:3 gewannen. Also war es wieder einmal Kopfsache.

Norderstedt ließ von Beginn an keine Zweifel aufkommen, dass sie angetreten waren, um zu gewinnen, sie gingen engagiert zu Werke, wirkten präsenter als unsere Jungs.

Nach einer Viertelstunde war es dann ausgerechnet Vasilius – vor ein paar Monaten selbst noch ein Niendorfer -, der nach einem Freistoß zum 1:0 einköpfte.

So ging es auch in die Halbzeit.

In der zweiten Hälfte wurde Niendorf dann stärker und machte das Spiel, aber bis auf einen Lattentreffer von Moritz blieben wir ungefährlich.

Schließlich wurde das Spiel von beiden Seiten noch engagierter bestritten, Verletzungsunterbrechungen häuften sich, Norderstedt versuchte, sich irgendwie über die Zeit zu retten. Die reguläre Spielzeit war auch längst abgelaufen, aber wegen der zahlreichen Unterbrechungen wurde ordentlich nachgespielt. Dann wird Timon an der linken Strafraumgrenze zu Fall gebracht und der Schiri gibt Elfmeter. Sandjar schnappt sich wie im letzten Pokalspiel gegen den HSV den Ball … und schießt uns in die Verlängerung.

Diese ist wieder offen, es kommt zu Torchancen auf beiden Seiten, doch ohne Zählbares. Elfmeterschießen.

Wir fangen an. Verschießen. Eintracht trifft. Wir verschießen erneut. Der Schiri will schon abpfeifen, doch die Eintracht muss ja selbst erst noch treffen, sonst ginge das Elfmeterschießen weiter. Jeremy – ebenfalls erst vor ein paar Monaten aus Niendorf nach Norderstedt gewechselt – tritt an … und setzt die Kugel unhaltbar für Can an den linken Innenpfosten. Niendorf verliert, Norderstedt steht – völlig zu Recht – im Pokal-Finale. Glückwunsch und alles Gute!

 

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