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Pokal-Viertelfinale gegen den HSV

Endlich wieder Bondenwald! Ein Kunstrasen, der diese Bezeichnung auch wirklich verdient, dazu die Möglichkeit, aus erhöhter Position das Spiel genießen zu können – kein Vergleich zur Anlage am Sachsenweg, wo wir unsere Punktspiele austragen müssen. Hier am Bondenwald spielten wir unsere Landesliga-Saison mit vielen tollen Momenten. Lang, lang ist’s her!

Nun also kam der HSV – sicher mit weniger guten Erinnerungen, denn zuletzt verloren sie hier mit 1:0 gegen uns. Auf eigenem Platz konnten sie uns immerhin ein Unentschieden abtrotzen. Auch wenn der HSV in der Regionaliga weit über uns steht, kam er sicher nicht als haushoher Favorit nach Niendorf.

Beide Teams konnten auf ihre Bestbesetzung zurückgreifen, bei uns fehlte lediglich unser Torschützenkönig Batu, der bereits für seine alte Mannschaft im Pokal unterwegs gewesen war.

Die Anfangsphase gehörte den Niendorfern, der HSV ließ uns kommen und hoffte wohl, mit einem Konter zum Torerfolg zu kommen. Doch Torchancen waren in Halbzeit eins auf beiden Seiten Mangelware. Leistungsgerecht ging es torlos in die Pause, wenngleich man spielerische Vorteile bei den Niendorfern verbuchen konnte, die diesmal weitgehend auf lange Bälle verzichteten und ihr Glück im Passpiel suchten.

Erfolgreich – denn bereits fünf Minuten nach Wiederanpfiff kamen sie (Moritz?, Peer?) über die rechte Seite und passten den Ball von der Grundlinie in den Rücken der Abwehr. Während diese sich noch umorientierte, brachte Timon den Ball zum 1:0 ins Netz. Bereits Timons zweites Tor gegen den HSV in dieser Saison.

Nun war die Frage, wie wohl die Antwort des HSV ausfallen würde, der bis zu diesem Zeitpunkt wenig engagiert wirkte. Der Gegener wechselte in der folgenden Viertelstunde gleich drei Mal, konnte aber nicht den gewünschten Druck aufbauen. Niendorf spielte unbeeindruckt weiter sein Spiel.

Schließlich kam die 62. Minute. Moritz bringt eine Ecke von rechts in den Strafraum, Josh und sein Gegenspieler gehen zum Kopfball, sein Gegener stützt sich auf. Der Linienrichter winkt. Der Schiri pfeift, erkennt auf Freistoß für den HSV. Nun winkt der Linienrichter abermals. Der Schiri geht zu seinem Assistenten und die beiden tuscheln kurz. Dann kommt der Schiri zurück auf’s Feld. Und zeigt auf den Punkt! Elfmeter für Niendorf!

Sandjar schnappt sich den Ball. Entschlossen. Den will er schießen, sonst niemand!

Elfmeter und Niendorf sind eine lange Geschichte – eher Drama als Komödie. Und diesmal? Sandjar läuft an – ob er jetzt an den Elfer gegen Pauli in der Nachspielzeit denkt? Drama! Nicht alle seine Mitspieler können zusehen, vergraben ihr Gesicht in den Händen. Der Torwart fliegt nach links. Der Ball nach rechts. Drin! Tor! 2:0! Und noch acht MInuten auf der Uhr. Aber was heißt das schon. Es hatte eine lange Verletzungsunterbrechung gegeben, doch wie lange?

Egal. Niendorf spielt einfach weiter. Der HSV auch und manchmal brennt es auch, aber ein Tor will den HSVern nicht gelingen. Kurz vor Schluss hat Johannes sogar das 3:0 auf der Stirn, doch sein Kopfball schlägt Zentimeter auf der falschen Seite des Pfostens ein.

Die letzten Minuten laufen – der HSV weiß, heute geht hier nichts mehr, die Pokalserie wird ohne die Rothosen weitergehen. Die Niendorfer waren heute einfach das bessere Team und ziehen – mit der für mich besten Saisonleistung – verdient ins Halbfinale ein!

Glückwunsch an die Jungs und das Trainerteam, das war ein ganz starker Auftritt!

Am Samstag hat der HSV die Gelelegenheit zur Revanche in der Regionalliga. Dann wieder am ungeliebten Sachsenweg. Es bleibt weiter spannend!

6. Spieltag: Heimspiel gegen den Tabellenführer HSV

Wenn am sechsten Spieltag zwei Mannschaften aufeinander treffen, die bisher nicht einen einzigen Punkt abgeben mussten, kann man zu Recht von einem wahren Spitzenspiel sprechen. Zwischen unseren Niendorfern und dem HSV ging es an diesem 10.10.15 also nicht nur ums Prestige, sondern auch um die Tabellenführung. Der HSV brachte einen gehörigen Vorsprung in der Tordifferenz mit – 20 Tore mehr als wir hatten die „Rothosen“ geschossen. Mit einem Unentschieden wäre also nur dem HSV geholfen. Aber unsere Jungs waren heiß und warum sollte uns kein Sieg gelingen?
Bei sonnigem Herbstwetter strömten die Zuschauer nur so in die Bondenwald-Arena. Die Mannschaft von Viktoria hatte bereits am Mittag 5:0 in Norderstedt gewonnen und war, wie auch die Truppe von Oststeinbek, komplett angereist. Dazu auch viele Spieler anderer Mannschaftenn mit ihren Eltern. Und natürlich waren auch die Eltern der beiden spielenden Mannschaften, häufig mit Freunden und Verwandten gekommen. In der Südkurve, ganz oben auf den Rängen begrüßten die „NTSV-Ultras“ unsere Jungs mit einer bühnenreifen Performance, so dass bereits beim Einlaufen Gänsehaut-Feeling angesagt war, als blaue und weiße Nebelschwaden über den Rasen wehten.

Zu diesem Spiel hatten sich auch die Video-Profis von Elbkick-TV angekündigt, so dass dieses Spitzenspiel auch die angemessene mediale Aufmerksamkeit bekam. Unten findet Ihr deren Zusammenfassung.

Aber für alle, die es etwas ausführlicher mögen, hier das komplette Spiel noch einmal zum Mitfiebern:
Mit leichter Verspätung wurde dann das Spiel endlich gegen 16.05 Uhr vom sehr guten Schiri Rainer Kühl und seinen Assistenten Nils Henning und Moritz Kühl angepfiffen. Beide Mannschaften begannen mit Volldampf und offenem Visier. Da gab es kein Abtasten oder taktisches Ballgeschiebe. Hier wollte jeder gewinnen, das war von der ersten Minute an spürbar. In der Anfangsphase gab es leichte Vorteile für den HSV, doch den ersten Torschuss konnte Sandjar nach knapp acht Minuten absetzen, der jedoch noch abgefälscht wurde und das Tor verfehlte. Der HSV kam nach einer knappen Viertelstunde zu seiner ersten Torchance, doch der Ball traf nur die Latte – Glück für Niendorf. Auch der Nachschuss blieb folgenlos. In beiden Situation war unser Towart Can jedoch hellwach und vermutlich wäre er bei besser platzierten Schüssen auch zur Stelle gewesen. Insgesamt blieben Torchancen jedoch Mangelware, da beide Teams hochkonzentriert und mit dem nötigen Nachdruck verteidigten. Unsere Niendorfer fanden immer besser ins Spiel und hatten mehr Ballbesitz. Der HSV kam noch ein paarmal gefährlich vor unser Tor – jedoch immer aus dem Abseits. Kurz vor Ende der Halbzeit hatte Tom auf Seiten der Niendorfer aus spitzem Winkel noch eine Möglichkeit, doch der Ball wurde gehalten. So blieb es zur Halbzeit bei einem leistungsgerechten torlosen Unentschieden. Auffallend war jedoch, dass der HSV häufig zu Fouls griff, um den Niendorfer Spielaufbau zu unterbinden, doch leider konnten wir aus den zahlreichen Freistößen keine Torchancen kreieren.


In der zweiten Halbzeit bot sich zunächst das gleiche Bild: Der HSV lief ins Abseits und Niendorf kämpfte um jeden Ball. Aber nach etwa sechs Minuten war es dann so weit: Nach einem Einwurf in Strafraumhöhe auf der rechten Seite bekommt Sandj den Ball geht ein paar Schritte Richtung Grundlinie und bringt den Ball dann von der 5-Meter-Raum-Grenze in den Rücken der Abwehr auf den zweiten Pfosten. Und dort startet Tom in Ball, steigt aus dem Lauf unbedrängt hoch zum Kopfball und köpft die Kugel unhaltbar ins Netz. Es steht 1:0 für unsere Jungs! Und noch sooo lange zu spielen.
Für den Torjubel hatten sich unsere Jungs übrigens etwas Besonderes ausgedacht: Unser Trainer Mo war in dieser Woche zum ersten Mal Vater geworden und daher präsentierten ihm die Jungs die „Babywiege“ – und wieder Gänsehaut!
Wenn der HSV sich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht unter Druck gesehen hatte – nun war es höchste Zeit umzudenken, denn bis auf den Lattentreffer nach einer Viertelstunde hatten die Jungs in den roten Hosen wenig vorzuweisen. Und dann erhielten sie auch noch eine 5-Minuten-Zeitstrafe. Dennoch: Der HSV erhöhte die Schlagzahl und war nun auch öfter im Niendorfer Starfraum zu Gast. Nach einer Viertelstunde kam dann Keenon für Leon, der heute ausnahmsweise nicht die Torhüterposition, sondern die des Stürmers besetzte. Der HSV kam jetzt zu gefährlichen Torchancen, doch Can in unserem Kasten machte seine Sache einfach großartig und war präsent wie nie! Aber auch wir hätten noch ein Tor nachlegen können, als Sandj im Strafraum überraschend frei zum Schuss kam, aber verzog. Das Spiel ging rauf und runter. Wir erhielten Freistöße, der HSV lief immer wieder knapp ins Abseits. Und wenn es doch einmal kein Abseits war, dann war Can da. Auch als Hanni eine Rückgabe über den Senkel rutschte und sich gefährlich unter die Latte zu senken drohte, griff Can beherzt zu und auch der Schiri war sich sicher, dass dies kein unerlaubter Rückpass war. Dann wieder der HSV über rechts – Außennetz! Kurz darauf wieder Freistoß von rechts höhe 5-Meter-Linie für uns, doch in weiter Ferne, im Mittelkreis tut sich auch etwas. Jerres Gegenspieler kann die Hände nicht von ihm lassen, und teilt versteckt aus. Doch nicht versteckt genug für den Linienrichter – es gibt die nächste Zeitstrafe für den HSV. Schließlich bricht ein Stürmer des HSV durch, auch wenn Hanni noch alles versucht, ihn zu stören, doch dann ist wieder Can da und vereitelt die Chance.
Dann steckt nur wenige Minuten vor dem Ende Keenon aus zentraler Position den Ball zu Jerre durch und dieser wird an der Strafraumgrenze zu Fall gebracht: Freistoß! Mo schnappt sich den Ball. Er hatte ja erst letzte Woche den Ball aus ähnlicher Situation an den Innenpfosten genagelt. Er schießt und dann schnellt ein Arm aus der Mauer nach oben und wehrt den Ball ab. Das kann nur eins heißen: Elfmeter! Unsere bisherigen Elfmeter benötigten alle einen Nachschuss, um im Tor zu landen. Möge Lulu es heute besser machen! Der Elfmeter ist gut, vielleicht ein wenig zu flach, jedenfalls nicht gut genug. Der HSV-Keeper hält den Ball – es heißt weiter zittern. Mittlerweile sind 39 Minuten in der zweiten Halbzeit gespielt, doch der Schiri macht keine Anstalten, die Partie zu beenden. Hat er vergessen, dass wir nur 35 und nicht 45 Minuten spielen? Und dann passiert es: Sandj und Jason vom HSV gehen zum Kopfball und knallen mit den Köpfen zusammen. Beide bleiben liegen und ohne zu zögern sprinten die beiden Trainer auf’s Feld. Da war Schlimmes passiert. Nach etwa einer Minute hilft Mo Sandj auf die Beine – er ist immer noch ganz wackelig, aber er steht. Jason liegt noch immer auf dem Rasen. Ärzte aus dem Publikum eilen herbei, doch dann kommt auch Jason wieder auf die Beine. Am Ende mussten beide doch noch mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus, auch wenn sie zum Glück nicht ernsthaft verletzt sind. Wir wünschen beiden gute Besserung!

Warum der Schiri die Partie nach dieser minutenlangen Unterbrechung überhaupt noch einmal anpfeift, bleibt ein wenig unverständlich – die reguläre Spielzeit war längst abgelaufen und vorher hatte es ja keine nennenswerten Unterbrechungen gegeben. Nun wird auch noch Tom abgeräumt – die Kids scheinen mit ihren Kräften am Ende, die Konzentration lässt nach und dann passieren unnötige Fouls. Aber irgendwann hat auch der Schiri ein Einsehen und pfeift nach über 45 Minuten ab. Unsere Jungs besiegen den HSV verdient mit 1:0 und holen sich die Tabellenführung!

Das war ganz großer Sport, Jungs! Ihr habt uns alle begeistert! Danke – an die Mannschaft, auch an die, die heute nicht auf dem Platz stehen durften und natürlich an’s Trainerteam. Ihr könnt stolz sein auf Euch!



Für die Eiligen und Ungeduldigen gibt es hier das Tor zum Immerwiederangucken!


Hier die Zusammenfassung von Elbkick-TV:

Und hier die Stimmen zum Spiel:

Jubelstimmung

Und Bilder vom Spiel gibt es hier: https://sharegallery.strato.com/u/BSthqmIS/0IBUQDne#u14-ntsv-hsv/photos/fluid