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Saisonfinale gegen den SVNA

Die Ausgangssituation vor diesem Spieltag war alles andere als komfortabel. Zwar hatten sich unsere Jungs mit einem bravourösen Sieg bei der Braunschweiger Eintracht die rechnerische Chance zum Klassenerhalt bewahrt, dazu wären wir jedoch auf Schützenhilfe angewiesen – aus eigener Kraft war nichts mehr zu machen.

Hannover 96, am letzten Spieltag in Osnabrück zu Gast, hatte 27 Punkte und damit zwei mehr als der NTSV und dazu noch die deutlich bessere Tordifferenz. Der FC St. Pauli musste beim HTB ran und lag einen Punkt vor uns bei einer wiederum deutlich schlechteren Tordifferenz.

Würden wir gegen den Tabellenletzten unsere Hausaufgaben machen und drei Punkte holen, würde bereits ein Unentschieden von Pauli genügen, um die Kiezkicker hinter uns zu lassen. Andernfalls müsste Hannover verlieren, um noch hinter uns zu landen.

Unser Spiel verlief wie erwartet, wir gingen zügig mit 3:0 in Führung, kassierten zwar noch ein Gegentor, doch am Ende stand ein nie gefährdeter, wenngleich glanzloser Sieg. Mehr als Sommerfußball gab es am Sachsenweg nicht zu sehen.

Spielszenen bei Elbkick.TV

Unser Spiel war bei Fußball.de im Liveticker und ein Scherzbold hatte statt unserer Führung ein 0:1 für den SVNA eingetragen und es über die gesamte Spielzeit dabei belassen. Ungläubige Anrufe aus Harburg sorgten jedoch für Aufklärung.

Aber wie verlief die Partie dort? Zunächst ging Pauli in Führung und brachte diesen knappen Vorsprung auch in die Pause. Doch nach der Pause erzielte der HTB per Strafstoß den Ausgleich. Da wir bereits deutlich  führten, hieß das, Pauli wäre abgestiegen, aber es waren noch knapp 25 Minuten zu spielen. Und Hannover? Dort stand es immerhin noch torlos.

Die Minuten plätscherten dahin wie unser Spiel am Sachsenweg, dann die Meldung: Der HTB hat auf 2:1 erhöht und zeitgleich war Osnabrück in Führung gegangen. Es lief alles für uns, zu diesem Zeitpunkt waren wir sogar auf Platz sieben!

Nur zwei Minuten später erhöhte Harburg auf 3:1 und weitere sechs Minuten vergingen, bis sie mit 4:1 den Abstieg Paulis besiegelten. Wir waren definitiv gerettet, aber würde es tatsächlich noch für Platz sieben reichen? Das wäre ja quasi die Europaquali, witzelte man am Sachsenweg.

Doch dann kam die Nachricht vom Ausgleich in Osnabrück – egal! Unsere Jungs hatten es wirklich geschafft! Sie hatten am allerletzten Spieltag die Klasse gehalten und dem 2003er Jahrgang ein unschätzbares Erbe hinterlassen, der nun völlig entspannt seine Liga zu Ende spielen kann.

Glückwunsch an das Team!

Unsere Jungs haben damit die Rückrunde auf dem vierten Platz abgeschlossen, was erahnen lässt, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckte. Immerhin ließ sie mit Holstein Kiel, Werder Bremen, Hannover 96 und St. Pauli dabei vier NLZ von Bundesligisten hinter sich!

 

Im Kampf um die Hamburger Stadtmeisterschaft kommen unsere Jungs auf 14 Zähler und eine Tordifferenz von +6. Exakt die gleiche Ausbeute konnte der HSV verbuchen. Auf Platz drei folgt der HTB mit 11 Punkten/+2, gefolgt vom FC St. Pauli 9 P/-1 und dem SVNA 6P/-13.

Weil es so schön ist, hier nochmals in Tabellenform:

Verein Punkte Tore
Niendorfer TSV 14 +6
HSV 14 +6
Harburger TB 11 +2
FC St. Pauli 9 -1
SVNA 6 -13

Warum Niendorf oben steht? Nun, da gab es ja noch das Bonus-Spiel im Pokal gegen den HSV: 2:0 für Niendorf!
Keine weiteren Fragen! Das wäre geklärt.

Das war die Regionalliga.

Für viele Jungs heißt es nun „Auf zu neuen Herausforderungen“!

Moritz, Janne, Sandjar und Batuhan wechseln zum FC St. Pauli, der Verstärkung ja bitternötig hat. Junior geht zum HSV, Can zu Holstein Kiel – und damit sechs Spieler (mindestens), die von Nachwuchsleistungszentren von Bundesliga-Vereinen unter Vertrag genommen wurden!

Auch einige andere werden wohl die Mannschaft verlassen.

Viel Glück Euch allen – denen, die bleiben wie auch denen, die gehen –  habt weiter Spaß am Fußball und mögen Eure Knochen und Gelenke unversehrt bleiben!

Auch das Trainerteam sieht anderen Herausforderungen entgegen. Vielen Dank für die geleistete Arbeit und alles Gute für die Zukunft!

Den Betreuern, allen Sponsoren und Unterstützern sowie den Busfahrern, bekannten und unbekannten Fans und natürlich allen Eltern, Großeltern, Geschwistern, allen Verwandten und Freunden ein herzliches Dankeschön – ohne Euch wäre diese Saison nicht möglich gewesen!

Man sieht sich, auf oder neben dem Platz!

Und auch ich lasse mich jetzt mal auswechseln.

Macht’s jut!
Ralf

PS: Auch wenn es hier vermutlich zigmal anders zu lesen war/ist: Ich weiß, dass es Gegner und nicht Gegener heißt, aber meine Finger müssen wohl noch mal ins Trainingslager 😉