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Der Tabellenführer war da

Beim letzten Aufeinandertreffen waren die Rollen noch recht eindeutig verteilt: Auf der einen Seite die Jungs aus dem NLZ mit der Lizenz zum Gelddrucken, auf unserer Seite ein Team, dem der Wind in der Liga etwas steifer um die Nase weht.

Inzwischen musste jedoch auch der Wolfsburger Kader Federn lassen, da geht es der C-Jungend nicht anders als der 1. Herren. Wir hingegen haben mit Batu einen treffsicheren Neuzugang zu verbuchen, so dass vor diesem Spiel nicht ganz so große Langeweile aufkam, wie man nach dem Hinspiel befürchten musste.

Und spannend ging es auch gleich los – die Anfangsphase gehörte Niendorf und hätte … – dieses Wort wird uns an diesem Nachmittag noch häufiger beschäftigen – … hätte …, aber Batu macht leider nicht das 1:0.

Die Wolfsburger brauchen ein Weilchen, bis sie das Spiel an sich nehmen – reißen wäre zu viel des Guten. Sie bestimmen das Spiel, ohne uns in der eigenen Hälfte zu erdrücken. Da könnte was gehen!

Als alle sich bei eisigen Temperaturen nur noch nach einem heißen Pausentee sehnen, entscheidet der Schiri an der rechten Strafraumecke noch einmal auf Freistoß für die Grünen. Keine Ahnung, ob über, durch, neben oder unter die Mauer – jedenfalls ist der Ball plötzlich im Netz. Wolfsburg führt und der Zeitpunkt ist für unsere Jungs hinreichend unpassend.

Aber die Niendorfer kommen mit Elan aus der Pause und machen jetzt das Spiel. Niendorf ist am Drücker! Schließlich läuft Batu frei auf den Torwart zu, doch der bleibt cool – cooler als Batu, denn dieser schafft es nicht, den Ball am Torwart vorbeizulegen. Es steht weiter 1:0 für Wolfsburg. Hätte …

Kurze Zeit später köpft Janne aus kurzer Distanz ans linke Lattenkreuz – das hätte der Führungstreffer sein können! Das Niendorfer Herz liegt mit einem Tor vorn, der Kopf will nicht wissen, dass wir hinten liegen.

Dann kommt Wolfsburg wieder, macht erst eins, dann noch eins. Schließlich handeln wir uns noch einen reichlich überflüssigen Handelfmeter ein, den Can jedoch grandios pariert.

Am Ende steht es also 0:3, aber das Spiel hätte – ja, hätte vieleicht auch ganz anders laufen können. Ist es aber nicht. Wolfsburg nimmt verdient die Punkte mit nach Hause. Aber die Macht aus der Hinrunde sind sie nicht mehr.

Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg

Im Gegensatz zu ihrem Profi-Team, waren die VfL-Kicker in unserer Altersklasse im bisherigen Saisonverlauf sehr gut aufgelegt. Zuletzt hatten sie St. Pauli mit 8:0 und Braunschweig mit 6:0 nach Hause geschickt. Aber andererseits unterlagen sie beim HSV mit 3:1. In welche Kategorie wir nach diesem Spiel einzuordnen wären, würde nicht unwesentlich davon abhängen, ob unsere Jungs den Schwung aus dem Hannover-Spiel (4:1 für uns!) mit nach Wolfburg nehmen würden.

Um es kurz zu machen: Leider nicht. Wir liefen von Anfang an den körperlich und technisch stark agierenden Wolfsburgern hinterher, die immer wieder über ihre rechte Seite vorstießen, um den Ball dann für die mitlaufenden Angreifer querzulegen. So kassierten wir nach 16, 19 und 34 Minuten die Tore zum 3:0 Halbzeitstand. Wir konnten bis dahin lediglich einen Kopfball durch Tom nach Freistoß von Moritz verbuchen.

Nach der Pause kassierten wir den vierten Gegentreffer, kamen danach aber besser ins Spiel, waren nun wacher und näher am Gegner. Und in der 47. Minute konnte sich Marcel gegen die Wolfsburger Abwehr durchsetzen und schoss den Anschlusstreffer. In den folgenden Minuten waren wir am Drücker und konnten uns oftmals in der gegenerischen Hälfte festsetzen. Aber dann waren es wieder die Wolfsburger, die kurz vor Spielende die Tore fünf und sechs erzielten.

Der Sieg geht vollkommen in Ordnung, wenn auch vielleicht nicht in dieser Höhe, aber letzte Woche war es andersrum. Punkte aus Wolfsburg hatten wir sicher nicht unbedingt eingeplant, aber nun kommen für uns die „Wochen der Wahrheit“ …

 

Heimspiel gegen Hannover 96

Manchmal kann man es gar nicht mehr abwarten, bis es endlich weitergeht. Wenn man nach fünf Spieltagen erst magere zwei Punkte zu verbuchen hat, dann möchte man diesen Stand schließlich möglichst schnell korrigieren. Oder anders gesagt: Unsere Jungs waren heiß!

Und so begannen sie, wie sie immer beginnen: hellwach und mit der ernsten Absicht, das Spiel zu machen. In Hälfte eins waren wir wieder einmal das spielbestimmende Team und hätten nach einer Großchance – nach Fehlpass eines Hannoverschen Abwehrspielers – in Führung gehen können/müssen.

Und dann kam, was wir leider in den vergangenen Spielen allzu oft erleben mussten. Nach einem Abschlag vom Tor können wir den Ball im Mittelfeld nicht behaupten und blitzartig hat der Gegner eine Chance. Ein wirklich sehenswerter, strammer Schuss schlägt nach 25 Minuten zum 0:1 bei uns ein und lässt unserem Torwart keine Möglichkeit zum Eingreifen.

Aber unsere Jungs können inzwischen mit Rückständen umgehen und spielen weiter ihr Spiel. Und so dauert es nur vier Minuten, bis Lukas in Höhe des Elfmeterpunkts zum Schuss kommt und der gegnerische Keeper genau den Bruchteil einer Sekunde zu spät nach unten abtaucht, den es braucht, um den Ball zum Ausgleich passieren zu lassen. Wir sind wieder da! Ohne weitere Tore geht es in die Pause.

Nach der Pause wird zunächst Hannover immer stärker und bringt vor allem gute Freistöße auf Cans Tor, der jedoch ein ums andere Mal bravourös pariert.

In der 60. Minute wird schließlich Marcel in zentraler Position an der Strafraumgrenze gefoult, doch er kann den Ball noch zu Tom weiterspielen. Der Pfiff bleibt aus und Tom nutzt die Gelegenheit, den Ball völlig unbedrängt annehmen zu können und knallt ihn dann aus etwa 18 Metern unhaltbar ins Netz. Wir führen 2:1!

Jetzt heißt es, den knappen Vorsprung ins Ziel zu retten oder sogar nachzulegen. Die Jungs entscheiden sich für Letzteres. Nach einer schönen Hereingabe von Junior von der linken Seite „müllert“ Moritz den Ball artistisch ins Tor. 3:1 und nur noch fünf Minuten regulär auf der Uhr.

Die Hannoveraner werden nun richtig wütend, wollen das alles nicht wahrhaben und noch während sie schimpfen und zetern, schnappt sich Marcel den Ball auf der linken Außenbahn, marschiert Richtung Grundlinie und mangels Anspielmöglichkeit weiter Richtung kurzem Pfosten. Dann nimmt er allen Frust aus den vergangenen Spielen und feuert ihn zusammen mit dem Ball aus überspitzem Winkel ins Netz. Es steht 4:1 und Niendorf feiert!

Am Ende hätte Lukas fast noch zum 5:1 eingenetzt, doch der Ball trifft nur den Pfosten – das wäre vielleicht auch ein wenig zu viel gewesen.

So siegen wir, vielleicht um ein Tor zu hoch, zum ersten Mal in der Regionalliga und fahren nun mit breiter Brust nach Wolfsburg. Ein Tor (das 5:1) haben wir uns ja schon für diese Partie aufgespart 😉